Betriebsvergleiche & Benchmarking
Das Zusammenwachsen der Märkte auf internationaler Ebene und der zunehmende Konkurrenzdruck aus dem In- und Ausland erfordern, daß sich Unternehmer und Entscheider schnell und umfassend einen Überblick über aktuelle Unternehmens-, Markt- und Wettbewerbsbedingungen verschaffen können. Die Qualität unternehmerischer Entscheidungen hängt dabei im wesentlichen von der Qualität der zugrundeliegenden Informationen ab. Informationen werden heute mehr denn je zum wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt wird bei der Unbeständigkeit der Märkte und der Wettbewerbsbedingungen sogar zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Betriebswirtschaftliche Vergleiche als Analyseinstrument und Hilfsmittel können die Urteilsbildungen der Unternehmer mit einer objektiven, betriebswirtschaftlichen Informationsbasis unterstützen bzw. verbessern. Betriebsvergleiche sind als organisierter Erfahrungsaustausch mehrerer Unternehmen zu verstehen und beinhalten Aspekte des Benchmarkings. Dabei wird die Idee des Lernens aus den Erfahrungen anderer systematisch verfolgt. Die Ergebnisse von Betriebsvergleichs-untersuchungen tragen zur Verbesserung der Fähigkeit eines Unternehmens bei zu agieren, Trends zu setzen und Marktpositionen aktiv zu festigen.
Die Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Vergleiche
werden in der Praxis nicht ausgeschöpft. Trotz
offensichtlicher Vorteile gegenüber anderen Analyseverfahren ist
im deutschsprachigen Raum immer wieder eine sehr starke
Berührungsangst festzustellen, wenn es darum geht,
Betriebsvergleiche durchzuführen.
Hauptgrund für die relativ geringe Aufgeschlossenheit vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen gegenüber zwischenbetrieblichen Vergleichen sind vermutlich Schwächen bisheriger Verfahren. Die gegenwärtigen Betriebsvergleiche unterscheiden sich nämlich oft nur wenig von deskriptiven Statistiken zu Dokumentationszwecken - Zahlenfriedhöfe - und vermindern durch fehlende Handlungsorientierung und methodische Schwächen weiter das Interesse der Unternehmen zur Teilnahme an betriebswirtschaftlichen Vergleichen.
In Kenntnis des qualitativ und quantitativ unzulänglichen Angebots solcher Analysen in Deutschland wurde von der WIMA Gesellschaft für angewandte Betriebswirtschaft mbH unter der Leitung von Dr. Werner Gleißner ein Betriebsvergleichsverfahren entwickelt, um dem - in allen Unternehmensbereichen vorhandenen - tatsächlichen Bedarf an aktuellen und entscheidungsrelevanten Informationen zu entsprechen. Die Schwächen bisher in der Praxis durchgeführter Betriebsvergleiche wurden intensiv untersucht und die daraus gewonnenen Erkenntnisse konsequent im WIMA-Betriebsvergleich umgesetzt.
Der WIMA-Betriebsvergleich wird den Anforderungen der Vergleichbarkeit betrieblicher Daten wesentlich besser gerecht als übliche Vergleichsverfahren und liefert entscheidende Informationen für die langfristige Unternehmensplanung. Insbesondere die für die Unternehmer wichtigste Frage wird beanwortet: Wovon hängt der Erfolg meines Unternehmens ab? Selbst aufwendigere Unternehmensanalysen können niemals solche Informationen erbringen, da sie nur das einzelne Unternehmen im Blickpunkt haben.
Mit Hilfe von regressions- und faktorenanalytischen Verfahren werden für jedes einzelne Unternehmen Referenzgrößen betriebswirtschaftlicher Kennzahlen berechnet, die für die Aufgabenstellung des Betriebsvergleichs (z. B. Gemeinkostenvergleich) notwendig sind. Aus den erhobenen Daten aller Teilnehmerbetriebe wird jeweils ein hypothetisches Referenzunternehmen als Vergleichsmaßstab konstruiert, das z. B. hinsichtlich der folgenden Faktoren
mit dem zu bewertenden Unternehmen übereinstimmt.
Demzufolge gibt eine Referenzgröße an, welchen Wert die entsprechende betriebswirtschaftliche Kennzahl bei einem Unternehmen gleicher Größe, gleichem Tätigkeitsprofil, gleichem Standort und gleicher Fertigungstechnologie hätte.
Weiterhin wird durch regressions- und kausalanalytische Verfahren ermittelt, welche Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend sind. Mit dieser Erfolgsfaktorenanalyse haben die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit, diejenigen Maßnahmen einzuleiten, die statistisch nachweisbar den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen. Mit einer Ertragsprognose wird der Erfolg eines Unternehmens (gemessen durch die Gesamtkapitalrentabilität) in Abhängigkeit anderer Kennzahlen (z. B. Unternehmensgröße, Tätigkeitsfelder, Standort usw.) regressionsanalytisch abgeschätzt. Man erhält eine mathematische Funktion, mit der man für jedes Unternehmen aufgrund seiner spezifischen Daten eine Soll-Gesamtkapitalrendite berechnen kann.
Das Verfahren des WIMA-Betriebsvergleichs erreicht durch die angewandte Methodik des Referenzunternehmens einen mit konventionellen Analyseinstrumenten nicht zu erreichenden hohen Informationswert für die teilnehmenden Unternehmen.
Dabei ist der WIMA-Betriebsvergleich durch eine Reihe von besonderen Vorteilen gekennzeichnet:
Durch die Verwendung von individuell errechneten Richtwerten statt der in bisherigen Verfahren üblichen Angabe von Einzelinformationen über Wettbewerber wird beim WIMA-Betriebsvergleich die Sicherheit der Firmendaten in einem besonders hohen Maß gewährleistet. Das Risiko der Aufdeckung der Identität eines Betriebsvergleichsteilnehmers durch andere Wettbewerber wird so prinzipiell völlig ausgeschlossen.
Einen
besonderen Vorteil für die Unternehmen bietet der
WIMA-Betriebsvergleich durch die Ableitung konkreter
Verbesserungsvorschläge zur Steigerung des Unternehmenserfolges
anstelle der Aufstockung von Zahlenfriedhöfen
üblicher Vergleiche.
Abstract:
Betriebsvergleiche stellen ein wertvolles
Instrument für die Unternehmer dar, um betriebliche
Entscheidungen auf eine umfassende betriebswirtschaftliche
Informationsbasis zu stellen. Planungen, Zielsetzungen und
Prognosen der Entscheidungsträger können durch
Betriebsvergleiche wesentlich besser fundiert werden als mit
Analyseinstrumenten, die nur das einzelne Unternehmen im
Blickfeld haben. Die neuen betriebswirtschaftlichen Vergleiche
von WIMA steigern damit unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit ganzer
Branchen der deutschen Volkswirtschaft. WIMA-Betriebsvergleiche
stellen mit ihren neuen Analysemethoden einen großen Schritt bei
der Umsetzung der Idee des Lernens aus den Erfahrungen
anderer Unternehmen dar.
©
wima GmbH 1997
*** Wenn Sie Interesse
an der Teilnahme an einem Betriebsvergleich haben,
setzen Sie sich bitte
mit Herrn Dr. Werner Gleißner oder Herrn Steffen Kintz
(06142/32237) in Verbindung. ***